Spielberichte Männer 1

TG 81 Düsseldorf - SG Monheim   37:27   (20:16)

Die Durststrecke hält weiter an!

 

TG 81 ließ uns nicht aus unserem Loch heraus, Monheim hatte alles an Kampf geboten was möglich war, aber am Ende standen wir wieder mit leeren Händen da. Unsere lange Verletztenliste tut ihr Übriges dazu, hatten wir nur doch nur elf Spielfähige, davon aber drei Angeschlagene.

 

Die ersten 10 Minuten verschliefen wir, vielleicht lag es auch an den landesweiten politisch bedingten Sparmaßnahmen, denn die Halle hatte gefühlte 8 Grad und bis man mal auf Temperatur ist, vergehen auch schnell mal 10 Minuten. Wir nahmen beim Stand von 3:9 die 1. Auszeit, die zeigte auch Wirkung, fünf Minuten vor der Pause waren wir auf zwei ran, dann kamen ein paar schwer zu verstehende Entscheidungen von Seiten des Mannes an der Pfeife und Düsseldorf zog wieder auf fünf davon. Vier Sekunden vor Ende des 1. Durchganges stellten wir auf 16:20, hatten aber wieder einiges liegen lassen, es hätte auch unentschieden stehen können.

 

Der 2. Durchgang sollte ähnlich verlaufen wie der 1., endlose Diskussionen wegen den angesprochenen schwer zu verstehenden Entscheidungen, selbst unsere Gegner konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Schuld waren wir es aber schon selbst, unsere Chancenverwertung war zwar im Ganzen besser als die drei Spiele zuvor, aber gegen solch einen Gegner musst man mehr aus seinen Möglichkeiten machen.

 

37 Gegentore sprechen auch eine deutliche Sprache, man muss aber berücksichtigen, dass man mit einer 20-Minütigen Unterzahl auch keine Wunder erwarten darf, zumal wir in Gleichzahl absolut auf Augenhöhe waren. Die ständigen Hinausstellungen brachen aber unseren Rhythmus, wir schafften es mehrmals auf drei Zähler ranzukommen, das war es aber dann auch, immer wieder konnte Düsseldorf wegziehen.


Trotzdem muss ich meiner Mannschaft allerhöchsten Respekt zollen, sie haben nie aufgesteckt, sich immer wieder ran gekämpft. Unsere Torhüter haben gehalten was zu halten war, boten tolle Leistungen aber, wenn du vorne deine Möglichkeiten nicht nutzt und im direkten Tempogegenstoß das Tor bekommst, dann macht das was mit dem Selbstbewusstsein.


Man weiß ja wie schwer es ist mit Niederlagen fertig zu werden, besonders, wenn man 46 Spiele bis zum Abschluss der letzten Saison nicht verloren hat, da hilft nur Augen zu und durch, es kommen auch wieder bessere Zeiten, kämpferisch haben wir heute damit begonnen, einzig das Ergebnis hat es nicht wiedergespiegelt, da war mehr drin, nicht unbedingt ein Sieg, aber auch keine Niederlage mit 10 Toren.


Nächste Woche spielen wir gegen den verlustpunktfreien Tabellenzweiten, ein richtig dickes Brett.

 

Vielleicht schaffen wir es ja da wieder einen weiteren Schritt voranzukommen. Diese sportlichen Täler zu durchschreiten ist eine langwierige Aufgabe mit vielen kleinen Schritten, Kampfkraft, Wille, Einsatzbereitschaft und Leidenschaft, aber wenn das einer schafft, dann die 1. Mannschaft von Monheim.

 

B. Lehmann

TSG Benrath - SG Monheim   29:46   (17:24)

Vorne hui, hinten …. na ja!

 

Am Samstag trafen -wenn man so will- die beiden letztjährigen Halbfinalisten um die Meisterschaft aufeinander, und es sollte ein munteres Spielchen werden.

Durch die Niederlage eine Woche zuvor war Wachsamkeit, Wille und Einstellung angesagt, was uns auch im Angriff auszeichnete.

 

Die Deckungsarbeit ließ allerdings wieder einiges zu wünschen übrig, wir bekamen den gegnerischen Kreisläufer nicht in den Griff, waren oftmals viel zu offen und das nutzte Benrath gnadenlos aus.

 

Unserem Tempospiel hatten sie nichts entgegenzusetzen, dadurch behaupteten wir immer eine 6 bis 8 Tore Führung, die eigentlich zu einer gewissen Beruhigung hätte führen müssen. Es war aber alles sehr wild, hektisch und unkonzentriert, mit vielen schlechten Abschlüssen, in denen der Torwart der Gastgeber sich immer wieder auszeichnen konnte. Heber die dieser Bezeichnung nicht würdig waren oder Würfe aus Positionen wo man sich fragte „was wollte der Spieler uns damit sagen?“ Wir schafften es aber mit 7 Toren Vorsprung in die Halbzeit zu gehen.

 

Die Halbzeitansprache war dann etwas deutlicher in Bezug auf unser Deckungsverhalten. Der 2. Durchgang war dann wesentlich besser, Benrath erzielte in 12 ½ Minuten ein einziges Tor. Ab der 43. Minute sollte sich das wieder ändern, beim Stand von 19:34 und dem Gefühl des ungefährdeten Sieges, ließ man die Zügel wieder schleifen. Wir hielten den Abstand, aber gaben dem Benrather Keeper immer wieder Gelegenheit sich auszuzeichnen. Entweder wurde er auf der Flucht erschossen oder er lag schon in der Ecke die man schon 3 Sekunden angepeilt hatte, wie auch immer, er hielt was zu halten war.

Gegen die Tempogegenstöße aber war er überwiegend machtlos und so kamen wir am Ende auf 46 Tore.

 

Das nächste Spiel wird aber eine ganz andere Nummer, Unterbach, unser letztjähriger Endspielgegner hat personell mächtig aufgerüstet. Wir haben zwar keine Chance, aber die werden wir versuchen zu nutzen.

 

Nein, Spaß beiseite, alles andere als ein Durchgang von Unterbach wäre ein Witz, vergleichbar mit Bayern in der Bundesliga.

 

Tor: Tim Feuser, Mehmet Memet

Feld: Markus Pußar 16 (4/4), Dennis Schmeer 8, Henrik Vetters 7 (1/1), Römer Christoph 5, Jöbstl Niklas 4, Terbuyken Gerhard 2, Daniel Fiorentino 2,

Marcel Andrae 2, Markus Evertz.

SG Monheim - SFD 75 Düsseldorf   27:33   (12:17)

Ankunft in der Bezirksliga

 

Am Sonntag riss dann endlich die lange Serie von nicht verlorenen Spielen, fast zweieinhalb Jahre dauerte sie an, aber alles hat mal ein Ende, auch eine Siegesserie.

 

Unser Gast aus Garath setzte alles daran die 2 Punkte aus unserer Halle mitnehmen zu wollen. Von der ersten Minute an setzten sie uns lautstark und körperlich aggressiv zu, ließen uns kaum Raum, und wenn wir mal zum Abschluss kamen, zerstörte dieser gefühlte 3 Meter Riese unsere Chancen mit guten Paraden. In der Deckung bekamen wir keinen Zugriff, verloren unsere Zweikämpfe und sorgten somit für einfache Überzahl beim Gegner, welche sie dann auch gut ausspielten.

 

Nach 11 Minuten lagen wir schon mit 3:8 zurück. Der deutliche Sieg zum Saisonauftakt hatte wohl dazu geführt zu glauben, dass das jetzt so weiterginge, gestern wurden wir vom Gegenteil überzeugt.

 

Hoffentlich hat der Weckruf, zu so früher Zeit, dazu beigetragen die Spiele mit der nötigen Aggressivität und Einstellung anzugehen. „Ich darf nochmal daran erinnern, dass wir eine Liga höher spielen, und die Gegner können alle Handball spielen!!!“

 

Wie dem auch sei, wir stellten nach 22 Minuten, beim Stand von 7:15, die Deckung um, dies brachte einen kleinen Teilerfolg, wir konnten bis zur Pause auf 12:17 verkürzen.

 

Die 2. Hälfte waren wir wacher, erarbeiteten uns gute Möglichkeiten, fanden aber immer wieder unseren Meister in dem Oktopus im gegnerischen Tor, trotzdem schafften wir es bis zur 37. Minute auf 2 Tore zu verkürzen, wir hatten wieder Kontakt hergestellt. Siebenmeter für uns, die große Chance auf ein Tor zu verkürzen. Leider blieb der Ball an einer der Krakenarme hängen, das war der Weckruf für Garath, sie zogen wieder auf 5 davon.

 

In der 50. Minute waren wir wieder auf 2 dran, jetzt musste es doch endlich klappen, wieder nichts, diese Wand mit Armen war nicht zu überwinden, die 12. Hundertprozentige wurde liegengelassen. Garath zog wieder auf 4 davon, und jetzt gingen auch die Köpfe nach unten, daran änderte auch unsere Auszeit nichts mehr.

 

Wir ergaben uns unserem Schicksal und Garath spielte es sauber runter bis zum Endstand von 27:33. Dieses Spiel hatten wir in der 1. Hälfte verloren, diese permanenten Rückstände aufholen zu müssen, kostete einfach zu viel Energie, die uns dann im Abschluss fehlte. Sicherlich war auch hilfreich, dass der Schiedsrichter aus dem ersten Spiel gestern der Aushilfstrainer von Garath war, eine bessere Spielanalyse kann man wohl nicht bekommen. Das soll nicht heißen, dass wir deshalb verloren haben, das waren wir schon selbst mit unserer eigenen Überschätzung und dem scheitern an der Wand mit Armen, im Tor von Garath.

                   

Am nächsten Wochenende treffen wir auf einen letztjährigen Bekannten, die TSG Benrath, das wird eine richtig schwere Aufgabe, Benrath ist Zuhause eine Macht, dies haben wir schon einmal sehr deutlich zu spüren bekommen.

 

B. Lehmann

 

Aufstellung:

Tor: Tim Feuser, Marcel Loth

Feld: Markus Pußar, Dennis Schmeer, Nick Jöbstl, Kai Abels, Henrik Vetters,

Eike Andreas, Daniel Fiorentino, Gerhard Terbuyken,  Michèle Gebhardt,

Marcel Andrae, Jonas Luda

DJK Unitas Haan III - Männer 1   22:35   (9:15)

Zu unserem 1. Saisonspiel, in der höheren Liga, fuhren wir zur DJK Unitas Haan.

Da die Vorbereitung eher suboptimal verlaufen war, mit einer 45 prozentigen Trainingsbeteiligung, die Trainingsspiele mit sehr vielen Gegentoren absolviert wurden und vielen Absagen der Gegner einen Tag vor dem Spiel, wussten wir nicht so recht wo wir standen.

 

Es galt so wenig Tore als möglich zuzulassen um Selbstbewusstsein zu erlangen und ohne den Druck Tore machen zu müssen, zu agieren. Dies gelang uns auch sehr gut, wir übernahmen von Anfang an die Führung, welche wir auch nicht mehr abgaben.

 

Nach 15 Minuten hatten wir schon einen 5 Tore Vorsprung herausgespielt, welchen wir dann bis zur 22. Minute auf 9 Tore ausbauten, zum Stand von 5:14.

Dann wechselt der Trainer, die Nase, gleich 4 Spieler gleichzeitig. Dies führte dazu, dass der Ausbau der Führung ins Stocken geriet, ist aber auch kein Wunder, die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung konnte nicht dazu geführt haben, dass alle Rädchen, zu solch einem frühen Zeitpunkt, ineinandergreifen. In 8 Minuten ein Tor werfen, aber 4 kassieren, waren ein deutliches Zeichen dafür. 

Halbzeit 9:15

 

Der 2. Durchgang sollte deutlich besser werden, der Trainer stellte wieder auf die 7, die das Spiel begonnen hatten, um. Eine taktische Deckungsumstellung tat ihr Übriges dazu.

 

Wir setzten uns wieder Tor um Tor ab, und Haan zollte unserem hohen Tempo Tribut, sie ermüdeten zusehends.  Unser gutes Deckungsverhalten führte zu dem eingangs erwähnten, daraus entstehenden, Selbstbewusstsein, das Zusammenspiel im Angriff profitierte eindeutig davon. Endstand 22:35

 

Ein besonderes Lob verdient unser Gerry, er machte sein bestes Spiel für die SG, hinten wie auch vorne, seine Entwicklung geht in die richtige Richtung.

 

Kompliment auch an die Mannschaft, sie haben die Herausforderung -1. Spiel der Saison- angenommen, und ein gutes Spiel gezeigt.

B. Lehmann

 

Aufstellung:

Tor: Tim Feuser, Mehmet Memet

Feld: Markus Pußar, Dennis Schmeer, Gerry Terbuyken, Daniel Fiorentino,

Kai Abels, Henrik Vetters, Tom Jöbstel, Nick Jöbstel, Michèle Gebhardt,

Eike Andreas, Marcel Andrae, Garp Birkhahn

SC Unterbach - Männer 1   30:31   (16:15)

Aufstieg geschafft, mit weißer Weste!!!

 

Ein unfassbarer Abend, bis zur letzten Sekunde an Dramatik nicht zu überbieten, sollte sich am Samstag den 02.04.2022 in Unterbach zutragen.

 

Hatten wir aus dem ersten Endspiel einen 7 Tore Vorsprung mitgebracht und uns auf dieses alles entscheidende Endspiel taktisch gut vorbereitet, so sollten wir doch ganz schön gefordert werden.

 

Die Idee Unterbach von Beginn an läuferisch unter Druck zu setzen funktionierte bis zur 25. Minute wunderbar, auch wenn wir das ein oder andere Gegentor bekamen, wir waren voll im Soll. 11:15 stand es aus Sicht der Unterbacher und alles deutete darauf hin, dass der Plan aufgehen sollte.

 

Plötzlich leisteten wir uns sogenannte „Zauberanspiele“, die in des Gegners Arme landeten, oder Anspiele die eher einem Dirk Nowitzki angedacht waren. Dazu eine Hinausstellung gegen beide Teams, bei der es zu einer allgemeinen Verwunderung in der Halle kam.

 

„Expresspässe“ aus einem Meter Entfernung, Abschlüsse die gelinde gesagt „unterirdisch“ waren, und es der Heimmannschaft ermöglichten auf 15:15 zu stellen. Noch 30 Sekunden und Unterbach hatte Ballbesitz. Da merkte man dann wie Erfahrung sich auswirken kann. Sie spielten bis kurz vor dem Pfiff zum Pausentee und dann kam ihr Wurfgewaltigster. Robert Berg spielte seine ganze Routine aus und holte 2 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte den Siebenmeter, den er dann auch sicher verwandelte. Pausenstand 16:15 für den SCU, in 5 Minuten hatten wir 4 Tore Vorsprung verspielt. Das muss man erstmal hinbekommen.

 

Hängende Köpfe in der Kabine, leere und enttäuschte Gesichter. Das musste erstmal sacken. Es folgte eine sehr lange Ruhephase, zum einen um Luft zu holen und zum zweiten, das Geschehene so gut es ging zu verarbeiten. Wir sprachen die Dinge an und stellten wieder auf null, positive Gedanken mussten her. Also erinnerten wir uns daran was gut gelaufen war und nahmen uns vor die zweite Hälfte wieder Gas zu geben. Denn damit hatten wir sie bis kurz vor der Pause am Kanthaken.

 

Unterbach hatte durch diese Aufholjagd aber die zweite Luft bekommen. Sie schöpften wieder Hoffnung und das bekamen wir im zweiten Durchgang auch zu spüren. Wir glichen aus, gingen auch kurzzeitig in Führung, aber der SCU ließ sich nicht mehr abschütteln. Sie kämpften wie die Löwen, obwohl sie eine mordsmäßige Laufarbeit an den Tag legen mussten. Wir hielten den Fuß aber auf Vollgasstellung. Irgendwann mussten sie doch einbrechen. Jetzt kam wieder die Phase wo unsere Burschen nicht mehr wussten wo das Tor stand. Gute Möglichkeiten wurden ausgelassen. Pfosten, Latte, Siebenmeter verworfen, Torwart auf der „Flucht“ erschossen, es war zum Mäuse melken. Unterbach nutzte clever unsere Unsicherheiten beim Abschluss. Sie zogen mit 3 Toren davon.

Man spürte förmlich, dass das etwas mit unseren Jungs machte. Aus sport-psychologischer Sicht gesehen war die Angst etwas zu verlieren wohl größer, als das positive Gefühl zu gewinnen Es stand die weiße Weste auf dem Spiel, die Meisterschaft noch zu verlieren war zu diesem Zeitpunkt eher nicht in Gefahr. Dazu brauchten sie noch 5 Tore mehr.

 

Wir hielten dagegen, kämpften uns wieder ran. 10 Minuten vor Ende der Partie führte der SCU wieder mit 2 Toren, aber man sah jetzt doch die ersten Verschleißerscheinungen. Die Pässe wurden ungenauer und auch die Abschlüsse hatten nicht mehr die Qualität des ersten Durchganges.

 

60 Sekunden vor Abpfiff führten die Unterbacher 30:29 und kamen auch noch in Ballbesitz. Jetzt aber durchbrachen unsere Jungs endlich die mentale Blockade mit einem “alles oder nichts“. Sie erkämpften sich den Ball und liefen einen Tempogegenstoß, Markus Pußar passte zum durchgestarteten Henrik Vetters und der schließt eiskalt mit einem Heber zum 30:30 ab. Noch 30 Sekunden zu spielen und der SCU Trainer Uli Mergemeier nimmt seine letzte Auszeit um nochmal taktisch etwas zu verändern. Auch wir stellten um auf eine Manndeckung gegen Robert Berg und die beiden Außen, die selten tief standen. Das stiftete kurzfristig Verwirrung da sie dachten wir behalten die Manndeckung gegen Robert Berg und Benjamin Heimes bei. Also schnappte sich Thomas Kuberski - einer ihrer besten an diesem Abend - den Ball und machte einen fatalen Schrittfehler - ist im Video sehr gut zu sehen da unsere Kamera fast auf gleicher Höhe stand.

 

Ballbesitz für uns und noch 10 Sekunden auf der Uhr. Unser Tim Feuser stürzte aus seinem Tor und schickte Markus Pußar auf die Reise und der konnte zwei Sekunden vor dem Abpfiff nur noch regelwidrig gefoult werden. Siebenmeter und die Uhr lief runter. Der Trainer rief „der Oli wirft“. Markus aber ließ sich nicht davon abbringen - obwohl gefoult - das entscheidende Ding selber zu werfen. Das war nichts für schwache Nerven, die weiße Weste stand auf dem Spiel. Die Nerven auf Monheimer Seite zum Zerreißen gespannt, niemand hielt es mehr auf den Sitzen.

 

Die Frage sei erlaubt, wieso hört eigentlich keiner auf den Trainer? ;)

 

Markus blieb eiskalt und netzte ein. Danach brachen alle Dämme, die Spieler stürzten sich auf ihn und die ganze Mannschaft jubelte, tanzte und schrien sich alles aus der Seele. Die ganze Anspannung der letzten extrem schwierigen Wochen fiel von ihnen ab.

 

Dieses Spiel war eines Endspieles würdig. Beide Mannschaften auf einem für Kreisliga extrem hohen Niveau. Beide hätten es verdient aufzusteigen, leider blieb es nur einem vergönnt und das waren wir, die SG Monheim.

 

Ein großes Kompliment an den SC Unterbach. Sie haben eine hervorragende Saison gespielt, waren in beiden Endspielen ein toller Gegner und am Ende ein fairer Verlierer.

 

Meiner Mannschaft kann ich nur gratulieren zu dieser überragenden Saison. Mit vielen Höhen und noch mehr Tiefen, aber sie haben nie aufgegeben. Immer alles reingeworfen und in den extremen Momenten die Nerven behalten. Sie sind jetzt seit über 2 ½ Jahren ungeschlagen und krönen es mit einem Titel und einer weißen Weste. Besser kann man das nicht machen.

 

Herzlichen Glückwunsch Jungs, ich bin mega stolz auf euch!!!!

Bernhard Lehmann

 

Die in der Saison eingesetzten Spieler:

 

Tor: Tim Feuser, Marcel Loth, Klaus Schmeer (Gott sei Dank eingesprungen für Mehmet Memet)

 

Feld: Markus Pußar, Dennis Schmeer, Nick Jöbstl, Daniel Fiorentino, Eike Andreas, Michelé Gebhardt, Kai Abels, Marcel Andrae, Oliver Pfeiffer, Gerhard Terbuyken, Daniel Harnischmacher, Henrik Vetters, Garp Birkhahn, Tom Jöbstl (seit Dez. beruflich verhindert.)

Aus der zweiten Mannschaft halfen: Jan Wünscher, Jonas Esser, Jonas Luda

Männer 1 - SC Unterbach   28:21   (15:13)

Ersten Teilerfolg geschafft, aber ………

 

SG Monheim gegen SC Unterbach hieß die erste Finalbegegnung am Sonntag in heimischer Halle, also der 2. gegen den 1., beide Verlustpunktfrei, lediglich durch das bessere Torverhältnis von Unterbach getrennt. Man durfte eine überaus spannende Partie erwarten und die wurde es auch, Dramatik, Kampf und Leidenschaft auf beiden Seiten über die gesamte Spieldauer.

 

Unterbach hatte sich vorgenommen ein gutes Ergebnis für ihr Rückspiel in eigener Halle herauszuarbeiten und das gelang ihnen auch bis zur 20. Minute, sie führten mit 11:8. Gegen diese unfassbare Erfahrung und das über Jahre gewachsene Zusammenspiel aus höheren Ligen kamen wir nicht sehr gut zurecht, immer wieder brachen sie durch. Das Problem gegen diese Mannschaft ist, sie wissen was sie tun und haben immer eine Lösung parat, jeder ist in der Lage Spielsituationen zu erfassen, zu antizipieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. 11 Gegentore in 20 Minuten sind ein Zeugnis dafür, aber das wussten wir und haben auch versucht uns darauf einzustellen, ist aber gegen solche Spieler ein schwieriges Unterfangen. Diesen Rückraum kann man nicht ausschalten, sie fanden immer eine Lücke, obwohl wir schon wirklich gut dagegen gearbeitet hatten.

 

Unser größtes Manko, Torchancen verwerten, was wir wieder verwarfen in den ersten 20 Minuten, unbeschreiblich, dafür findet man keine Worte mehr. Was natürlich auch an der sehr guten Leistung des Torhüters Ralf Nöthlings lag, was er hielt war schon beachtlich. Genau darauf wurde aber im Vorfeld hingewiesen, das Torwartspiel ist ein Grund warum Unterbach über die wenigsten Gegentore verfügt. Tja, Theorie und Praxis, zwei Welten trafen aufeinander.

 

Wir mussten uns was einfallen lassen. Beim Stand von 8:11 nahmen wir die beiden Rückraumschützen in Manndeckung. Ab jetzt lief es besser, wir glichen aus und erarbeiteten uns ein 15:13 bis zur Pause. Jetzt erstmal sammeln und nochmal von vorne.

 

Den zweiten Durchgang begannen wir mit unserer 3-2-1-Deckung, sie kamen zwar nochmal auf ein Tor ran, doch wir stellten wieder auf die Manndeckung der Rückraumschützen um und ab der 38. Minute setzten wir uns dann Tor um Tor ab. Wir hatten sie müde gespielt, die Umstellung auf eine offensivere Deckung zeigte Wirkung, wir zogen auf 7 Tore davon. Wer aber dachte sie würden sich aufgeben, der sah sich getäuscht, Ziel der Gäste war nach wie vor, ein gutes Ergebnis für das Rückspiel.

 

Noch 15 Minuten zu spielen, 5 in Front und der Gegner ermüdete immer mehr. Eine gute Gelegenheit etwas für das Torverhältnis zu tun, so war der Plan.

Aber wie das so mit Plänen ist, der Plan ist das eine und die Durchführung das andere. Jetzt fühlte sich der ein oder andere aufgerufen Tore für die Galerie zu werfen, Heber, den Torwinkel anvisieren usw., gesagt, vertan. Diese Fahrlässigkeit im Umgang mit unseren Möglichkeiten kann noch zum Bumerang werden, denn eines ist klar, einen 7 Tore Rückstand kann man im modernen Handball ganz schnell pulverisieren. Das ist ein ordentlicher Vorsprung aber noch keine Lebensversicherung.

 

Wir sollten uns bewusst machen, dass das am Samstag ein ganz heißer Tanz wird. Unterbach wird alles daran setzten die 7 Tore zu egalisieren und sich den Meistertitel auf der Zielgeraden noch zu schnappen. Der „alte“ -nicht despektierlich gemeint- Fuchs Uli Mergemeier wird sich schon etwas einfallen lassen um uns noch ein Bein zu stellen. Dass man uns jetzt die Favoritenrolle zuspricht liegt in der Natur der Sache. Trotzdem bleibe ich dabei, Unterbach ist noch nicht aus dem Rennen, sie sind und bleiben aufgrund ihrer Routine brandgefährlich.

 

Vielleicht bekommen wir im 4. Anlauf unsere Abschlussschwäche in den Griff. Es wäre sehr hilfreich. Wenn man es genau betrachtet ist ja ein Aufwärtstrend erkennbar, gegen Benrath 25, Rückspiel 26 und im letzten Spiel 28 Tore, es tut sich was. ;-))

 

Lassen wir uns überraschen

Männer 1 - TSG Benrath   27:16   (11:6)

Das erwartet harte Stück Arbeit mit Wille und Einstellung bewerkstelligt.

 

Am Sonntag hatten wir die TSG Benrath zum Rückspiel zu Gast, und da wir im Hinspiel die 2 Punkte mit einer Energieleistung in den letzten acht Minuten mitnehmen konnten, waren wir gewarnt.

 

Die gute Deckung, mit einem sehr guten Torhüter dahinter, galt es zu knacken, gleichzeitig mussten wir unsere Deckung auf ein anderes Level heben um nicht wieder unter Druck zu geraten, wie im Hinspiel geschehen. So wurde es im ersten Durchgang eine wahre Abwehrschlacht.

 

Es dauerte bis zur 8. Minute bis Benrath den ersten Torerfolg verbuchen konnte und wir hatten gerade mal 2 Zähler auf dem Konto. Der Torwart der Gäste machte da weiter wo er im Hinspiel aufgehört hatte, wir schafften es kaum ihn zu überwinden, bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon 4 Hundertprozentige vergeben und man spürte wie der junge Mann so langsam in die Köpfe unserer Spieler kroch.

 

Es dauerte bis zur 21. Minute bis wir uns auf 3 Tore absetzen konnten, das war wohl der Dosenöffner, jetzt gelangen 3 weitere Tore in nur 3 Minuten. Bis zum Pausentee konnten wir diese 11:6 Führung halten. Unser Dino Klaus im Tor hatte einen richtig guten Tag erwischt, den Gästen erging es wie uns im Hinspiel, er fischte ein Ding nach dem anderen weg, oder sie trafen den Pfosten. In der Beziehung standen wir dem Tabellendritten aber in nichts nach, was wir wieder an Chancen liegen ließen, unfassbar.

 

Wenn es 20:12 gestanden hätte, keine der beiden Seiten wäre damit nicht einverstanden gewesen.

 

In der Halbzeit wurde dieses Thema ganz deutlich angesprochen und jeder musste sich beim Abschluss versuchen mehr konzentrieren. Unsere momentane Abschlussschwäche ist einzig mit der fehlenden Spielpraxis zu erklären, einen anderen Grund kann ich nicht erkennen, im Training ist nichts davon zu spüren.

Der 2. Durchgang sollte dann besser werden, bis zur 36. Minute zogen wir auf 16:7 davon und hielten dann einen Vorsprung zwischen 7-9 Toren, Benrath spürte, dass es das wohl war, sie kämpften bis zum Schluss, mussten sich aber am Ende mit 27:16 geschlagen geben.

 

Die Problematik mit den ganzen Ausfällen, Langzeitverletzten, Coronafälle, berufliche Verhinderung, Spielabsagen, Spielverlegungen führen dazu, dass wir gezwungen sind auf Spieler der 2. Mannschaft zurückzugreifen, so geschehen am Wochenende. Wir beschweren uns nicht, wir müssen und werden damit leben. Unser einziger Linkshänder meldete sich auch noch krank, da waren es dann von 17 Spielern 10 Ausfälle in der vergangenen Woche. Der 2. Mann traf das Tor nicht, also musste unser Kreisläufer Kai ran, und der zeigte, dass auf ihn Verlass ist, sehr gute Abwehrleistung und vorne 5 Hütten gegen diesen Torwart. Starke Leistung Kai!!

 

Ich muss der gesamten Mannschaft ein großes Kompliment zu ihrer Abwehrleistung machen, was da geschafft wurde ist eines Endspielteilnehmers würdig.

 

An den kommenden beiden Wochenenden stehen 2 Endspiele gegen den SC Unterbach an, eine Mannschaft gespickt mit vielen Akteuren die mal ein paar Klassen höher gespielt haben und über eine unglaubliche Erfahrung verfügen. In den Spielen die ich mir angesehen habe wurde sehr deutlich mit welch einer Routine sie agieren, nie nervös werden und so lange spielen bis sich eine gute Abschlussmöglichkeit bietet. Ihre kompakte Deckung lässt wenig zu und wenn sich mal eine Chance bietet ist ein sehr guter Torwart zur Stelle, aus diesem Grund haben sie auch die wenigsten Gegentore.

 

Das wird eine mega harte Nuss für uns. Auch wenn man von Seiten der Unterbacher uns die Favoritenrolle zuspricht, - netter Versuch ;-)) -, sehe ich es anders, Erfahrung ist kaum wett zu machen, was man Woche für Woche beobachten kann in sämtlichen Ligen, von ganz unten bis ganz oben.

Wir müssen alles was im Tank drin ist reinwerfen und vielleicht kommt unsere Abschlussstärke bis zu Wochenende ja wieder zurück, nur dann haben wir auch eine Chance mit unseren Mitteln, gegen diese Routine, das Spiel spannend und offen zu gestalten.

 

Männer, packen wir es an!!!!

TSG Benrath - Männer 1   25:26   (14:15)

Schlechteste Saisonleistung, Mund abputzen und weitermachen.

 

Unser Nachholspiel in Benrath sollte sich zu einem richtigen Prüfstein entwickeln, und beinahe wäre es ins Auge gegangen.

 

Eine Energieleistung war nötig um das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen, lagen wir doch die überwiegende Zeit zurück. Wir hatten Benrath unterschätzt, sie wuchsen über sich hinaus und das war für uns eine neue Erfahrung, gewannen wir unsere bisherigen Spiele sehr überzeugend, der Weckruf kam hoffentlich zur rechten Zeit.

 

Es fehlte in den ersten 45 Minuten an allem, Einstellung, Leidenschaft, Wille, Spielkultur, einfach alles, einzig unsere Torhüter brachten eine gute Leistung und das sollte uns am Ende auch den …. retten.

 

4 Spiele an denen die Gegner abgesagt hatten und uns die Punkte überließen, 2 Spiele verlegt, es hört sich vielleicht nach einer Ausrede an, aber 3 Spiele verteilt auf 3 Monate tragen nicht unbedingt dazu bei Spielpraxis zu sammeln und daraus Sicherheit zu gewinnen. Danach sah es auch aus, Fehlwürfe am laufenden Band -teilweise einen Meter über das Tor.

 

Zuspiele die ihren Adressaten selbst mit einer Armlänge von 2 Metern nicht hätten finden können, Tempogegenstoßpässe die in des Gegners Armen landeten -eigentlich unsere Stärke-, ein Abwehrverhalten welches die Bezeichnung Abwehr nicht verdient hatte, unser Umschaltspiel fand so gut wie gar nicht statt.

Man konnte die Schockwellen förmlich spüren, die Körpersprache signalisierte totale Unsicherheit und mit jedem Fehlwurf/ Fehlpass wurde es schlimmer.

Wir schafften geradeso eine Pausenführung zum 15:14.

 

Für den 2. Durchgang nahmen wir uns vor wieder in die Spur zu kommen, aber es sollte nicht gelingen, in der 51.  Minute lagen wir mit 2 zurück und das Tor von Benrath war wie vernagelt, die beiden Torhüter wuchsen über sich hinaus.

Wir nahmen die Auszeit und stellten die Deckung um, jetzt wurde es besser, obwohl wir noch das 25. Gegentor schlucken mussten.

 

8 Minuten noch zu spielen, jetzt gelang es endlich den Schalter umzulegen, der unbedingte Wille dieses Spiel zu drehen, schlug durch, unsere Leidenschaft und eine tolle Energieleistung brachten eine Serie von 4 Toren und damit den Sieg, mit dem eigentlich, nach diesem Auftritt, keiner mehr gerechnet hatte an diesem Abend.

 

Das einzig Positive was diesem Spiel abzugewinnen ist, wir haben in der Crunchtime gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist.

 

Wir sind gestolpert aber nicht hingefallen, der Weckruf zur richtigen Zeit.

Männer 1 - SG Unterrath 2   39:24   (15:12)

Beginn der Endrunde nach 6 wöchiger Pause

 

Sechs lange Wochen kein Spiel, das sollte man auch an unserem Auftritt in der ersten Viertelstunde merken, wir waren unkonzentriert, pomadig und nicht bereit die Zweikämpfe anzunehmen, was sich dann auch dementsprechend auswirkte, 3 Tore Rückstand nach 8 Minuten.

 

Unterrath hingegen hatte sich vorgenommen uns ein Bein stellen zu wollen, laut deren Aussage hatte man ein paar qualitative Neuzugänge zu verzeichnen, unter anderem einen Torwart in einer Art Dirk Nowitzki Kopie. Der junge Mann war in der ersten Viertelstunde kaum zu überwinden. Glaubte man - hatte der Trainer so vorgegeben ;-)) - nur tief werfen zu müssen, wurden man ganz schnell eines Besseren belehrt. So war er kaum zu bezwingen.

 

Ein Weckruf in Form einer Auszeit musste her, es galt nachzujustieren. Die Probleme wurden angesprochen und danach lief es etwas besser. Wir arbeiteten uns ran, bis zur 20. Minute blieb es aber ausgeglichen.

 

Die Unterrather hatten sich mit ihrem Angriffsspiel gute Möglichkeiten erarbeitet zum Abschluss zu kommen, was sich dann auch in Tore ummünzen ließ. Ihre Spielanlage hatte sehr gute Qualität und mit dem Kreisläufer hatten wir so unsere Probleme, ihn bekamen wir nicht richtig in den Griff, ebenso der wurfgewaltige Rückraumspieler der auf allen Rückraum Positionen zu finden war, konnte immer wieder unseren Innenblock (eigentlich das Prunkstück unserer Deckung) mit Würfen aus der 2. Reihe überwinden, eine Option wäre gewesen mal einen Block zu stellen, aber die Arme blieben unten, trotz mahnender Rufe vom Trainer. Mit hängenden Armen beim Handball ist man (A)rm dran.

 

Ab der 21. Minute konnten wir uns erstmalig mit 3 Toren absetzen, aber nur von kurzer Dauer, die Gäste glichen wieder aus. Unsere Würfe hatten einfach nicht die Durchschlagskraft wie in den Spielen zuvor, da merkte man dann auch die fehlende Wettkampfpraxis. Zwei unserer Spieler liefen wütend an der Bank vorbei mit Kommentaren wie: „Ich sehe nur Arme und Beine!“ oder „Irgendwo steht doch da ein Tor, oder?". Unser Rechtsaußen Eike kam freiwillig entnervt runter.

 

Dann kam Maschine Fio. Er hatte sich wohl bei unserem Linksaußen Michèle abgeschaut das man beim Nowitzki Dirk hochwerfen muss, der hatte zu diesem Zeitpunkt schon dreimal sehenswürdig eingenetzt. Fio setzte im 3 Dinger über die Schulter mit Überschallgeschwindigkeit. Auf der Bank fragten wir uns wie die da überhaupt durchgingen, hätte der Sportkamerad auf der Linie gestanden, wären die Bälle wohl in Flunderform hängen geblieben zwischen Latte und Schulter. Das war der Dosenöffner, jetzt glaubten die Jungs wieder an sich.

 

Pausenstand 15:12.

 

Im zweiten Durchgang fanden wir dann zurück zu unserer alten Stärke. Eine Welle nach der anderen rollte auf das gegnerische Tor zu und jetzt konnte auch Dirk N. nichts mehr ausrichten. Das Angriffsspiel der Gäste behielt zwar das Niveau bei, aber in ihrer Deckung, sowie gegen unser Umschaltspiel fanden sie keine Möglichkeiten mehr. Wir erarbeiteten uns immer öfter die Lücken im gebundenen Spiel und einzig die vielen 100 Prozentigen, die wir vergaben, stimmten nachdenklich. Da ist noch eine Menge Luft nach oben, eine reine Konzentrationsfrage.

 

Endstand 39:24

TG 81 Düsseldorf - Männer 1   25:36   (14:22)                          12.12.2021

Mit geschlossener Mannschaftsleistung Mitkonkurrenten ausgeschaltet

 

Es war ein hartes Stück Arbeit, auch wenn das Ergebnis ein wenig darüber hinwegtäuscht.

 

Der Austragungsmodus machte dieses Spiel nochmal interessant, es war eher unwahrscheinlich, dass wir mit 15 Toren Unterschied verlieren würden, aber da der Gruppenerste aus der anderen Gruppe auch noch kein Spiel verloren hat, galt es nicht zu verlieren, zumal noch 2 schwere Spiele ausstehen.

 

Düsseldorf konnte wieder auf die beiden wichtigen Akteure zurückgreifen die noch im Hinspiel fehlten und somit hatten sie eine ganz andere Statik als noch in der 1. Partie in Monheim.

 

Da wir aber gut darauf eingestellt waren, gestaltete sich der 1. Durchgang positiv. Mit einer stabilen Deckung und sehr schön rausgespielten Angriffen, die meistens mit einem Torerfolg abgeschlossen wurden, verschafften wir uns erstmal Sicherheit.

 

Unser Oli spielte zum ersten Mal auf der Spielmacherposition und man konnte den Eindruck gewinnen, dass er nie etwas Anderes gemacht hatte. Da spürte man dann schon die Erfahrung aus der höheren Liga. Das machte auch was mit den Nebenspielern, glasklar herausgespielte Möglichkeiten waren das Ergebnis. Einzig die Verwertung ließ zu wünschen übrig, man leistete sich 6 sogenannte Hundertprozentige liegen zu lassen, frei vorm Tor auftauchend, aber dann wurden Knochen und Muskeln vom Keeper, sowie die Beschaffenheit des Tores getestet. So hielten wir TG im Spiel. Halbzeitstand 22:14 für Monheim

 

Der 2. Durchgang sollte dann einen ähnlichen Verlauf nehmen wie schon im Hinspiel, wir waren unkonzentriert, spielten unsaubere Pässe, schlechte Abschlüsse und in der Deckung packten wir nicht mehr richtig zu, Übergeben-Übernehmen klappte nicht mehr und so konnte Düsseldorf in der 39. Minute auf 5 Tore herankommen. Sie wollten sich in eigener Halle so nicht verkaufen, mit Sicherheit hatte ihr Trainer ihnen das in der Pause vermittelt.

 

Wir nahmen die Auszeit um diese Welle zu brechen und uns zu besprechen. Die Umstellung auf 3:2:1 sollte Besserung bringen, Düsseldorf schaffte es nicht mehr durchzubrechen und wir konnten den ein oder anderen Ballgewinn verzeichnen, leider waren wir noch immer mit den Tests aus der 1. Hälfte beschäftigt, der gegnerische Torwart muss mit blauen Flecken und Blutergüssen übersät sein.

Trotzdem setzten wir uns weiter ab, der Abstand schwoll wieder an und unser Dennis konnte auf Grund seiner vorgezogenen Position 6 Tempogegenstöße sicher verwandeln.

 

Ein Sonderlob hat auch unser Fio verdient, er hatte die Aufgabe gegen den spielstärksten Angreifer von Düsseldorf anzutreten und hat das mit einer herausragenden Leistung vollbracht, er ließ ihm wenig Möglichkeiten, gerade mal ein Tor gestattete er. Wenn ich daran denke, dass ich wie auf ein krankes Pferd auf ihn einreden musste um ihn in die 1. zu holen, so gehört er jetzt zu einer unserer großen Stützen. Seine Stärken liegen eigentlich im Angriff. Obwohl er gestern nur 1 Tor erzielt hat, haben sein Druck und seine Glaubwürdigkeit in seinen Aktionen, sowie der Blick für den freien Mann gezeigt, wie wichtig er für unsere Mannschaft geworden ist. Gestern musste er auch fast durchspielen was vielleicht auch der Grund für nur ein Tor war, wirft er doch sonst einige mehr.

Ich muss den Jungs ein großes Kompliment aussprechen, sie haben dieses Spiel nie aus der Hand gegeben und alle haben ihr Bestes abgerufen, man kann sagen, das ist eine MANNSCHAFT.

 

Da wird wieder deutlich, dass alle gebraucht werden und alle wichtig sind, auch wenn man mal nicht so viel spielt, gewinnen wir am Ende doch alle zusammen.

Männer 1 - TSV Norf   55:12   (28:7)                                         13.11.2021

Das sechste Spiel in Folge gesiegt und das durchweg mit einer sehr guten Abwehrleistung, was der Mannschaft noch nicht so oft gelang.

 

Norf hatte sich etwas vorgenommen was man daran merkte, dass sie frühzeitig zur Besprechung vor dem Spiel in der Kabine verschwanden.

 

Unsere Jungs aber waren gewillt endlich mal ein Match über die volle Distanz mit einer konzentrierten Abwehrleistung abzuliefern, und das sollte auch gelingen.

Von der 1. Minute an spürte man die Bereitschaft, den Willen und die Leidenschaft das Abwehrverhalten auf ein anderes Level heben zu wollen.

 

Ein Indiz dafür war die Auszeit in der 5. Minute unserer Gäste, es galt nachzuarbeiten. Unsere Burschen beindruckte das aber überhaupt nicht, sie drückten weiter aufs Gaspedal und so stand es nach 15 Minuten 10:3, nach 21 Minuten 18:4 und bis zur Pause hatte man ein beachtliches 28:7 erarbeitet. Die Norfer konnten einem leidtun, wehrten sie sich doch nach Kräften.

 

Der zweite Durchgang war im Verlauf eine Kopie des ersten, unser Tempo lies einfach nicht nach und jetzt bekam die SG Monheim wohl Spaß am Abwehrspiel, auch in der 2. Hälfte, ganze 5 Tore konnten unsere Gäste noch verbuchen, es war gegen diese konzentrierte Deckungsarbeit echte Schwerstarbeit zum Erfolg zu kommen.

 

Man muss der ganzen Mannschaft allerhöchsten Respekt zollen, das war einer der Tage an denen alles gelang, jeder half jedem, alle trugen sich in die Torschützenliste ein, trotz allem wurde aber der freie Mann gesehen. Einen Spieler muss ich aber hervorheben, unser Dennis hat nicht nur die meisten Tore erzielt, 14 an der Zahl, nein, er hat auch eines seiner besten Spiele in der Abwehr gemacht. Wenn mir das jemand vor einem Jahr ……. - Ab jetzt nennen wir ihn „Dule“, hat er sich verdient. ;-)))

 

Jungs, der Weg ist das Ziel, wir haben noch nichts erreicht, nur ein paar Spiele gewonnen, nicht mehr und nicht weniger!!!

 

Ich möchte noch unseren Gästen ein großes Kompliment aussprechen, sie blieben außerordentlich fair und kamen ohne böse Fouls aus, was angesichts eines solchen Spielverlaufs nicht jedem gelingt.

interaktiv Handball - Männer 1   29:40  (15:19)                        06.11.2021

Überharte Gangart mit spielerischen Mitteln bekämpft. Eine Begegnung welche nicht das Prädikat „gutes Spiel“ verdient hatte.

 

Von der ersten Minute an wurde uns deutlich gemacht, dass das ein schmerz-hafter Nachmittag werden würde, man hatte sich vorgenommen die Punkte in Ratingen halten zu wollen, mit allen Mitteln.

 

Mit Sicherheit hatten wir unseren Gastgeber auch unterschätzt, die Einstellung in den ersten 15 Minuten war die eines Tabellenführers nicht würdig, mal eben im Vorbeigehen die Punkte mitnehmen, na ja. Wir kamen nicht ins Spiel, unsere Deckung war noch im Tiefschlaf, der Innenblock bekam den Spielmacher sowie den großen kräftigen Kreisläufer nicht unter Kontrolle, immer wieder hatten wir das Nachsehen.

 

Es dauerte bis zur 22. Minute bis wir endlich den Ausgleich erzielen konnten, phasenweise lagen wir 4 Tore im Rückstand, die harte Gangart der Deckung der Ratinger hatte bei einigen unserer Spieler einen gewissen Eindruck hinterlassen.

Die Fouls waren, man kann schon sagen, „hart“, anders ausgedrückt, Einladungen zum Segeln, was sich da mancher herausnahm hatte mit normaler hand-ballerischer Härte nichts zu tun. Eigentlich schade, sie waren in der Lage vernünftig Handball zu spielen, das hatten sie uns mehrfach gezeigt mit klugen gut rausgespielten Aktionen.

 

Ich wunderte mich schon sehr wieso sie erst 2 Punkte auf dem Konto hatten, mit ihren Möglichkeiten gehören sie unter die ersten 3. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass man sich verstärkt hatte, diese Option ist, auf Grund der Mannschaftkonstellationen im Verein, möglich.

 

Unsere Jungs konnten sich aber auch darauf einstellen, Tor um Tor hatten wir aufgeholt, wir legten im Tempo einen Zahn zu, sodass sie uns nicht mehr so schnell erwischten, in die Pause gingen wir mit 19:15.

 

Im 2. Durchgang wurde dann einer unserer Jungen -erstes Jahr Herren- richtig böse erwischt, er konnte nicht mehr weiterspielen, musste nach dem Spiel ins Krankenhaus. Das war dann der Gipfel des Ganzen. Dies löste aber etwas aus bei uns, die Jungs legten noch einen Zahn zu, eine Tempowelle nach der anderen rollte auf deren Tor zu, unsere Deckung hatte sich etwas stabilisiert und in der 39. Minute lagen wir erstmals mit 6 in Front.

 

Ratingen versuchte dran zu bleiben, aber unser Markus hatte einen irren Tag erwischt, seine gefürchteten Slalomläufe durch die gegnerische Deckung sind schon legendär, aber was er an diesem Tag anstellte ist eines Sonderlobes würdig. Irgendwie erinnert er mich an Felix Neureuther im Slalom an seinen besten Tagen. Ich warte auf den Tag an dem wir mit ihm ins Krankenhaus müssen um seine Beine zu entwirren.

 

Ab der 50. Minute war dann der Drops gelutscht, die Gemüter hatten sich beruhigt und unsere 10 Tore Führung hinterließ bei Ratingen seine Spuren, sie ergaben sich ihrem Schicksal und am Ende siegten wir mit 40:29.

 

Die Einstellung ist auf dem Weg zu einem eventuellen Titel von entscheidender Bedeutung, in diesem Fall ist es noch einmal gutgegangen, einen Gegner zu unterschätzen ist der größte Fehler den man machen kann.

 

„Männer, erst den Bären erlegen, dann sein Fell verkaufen!“

Männer 1 - TG 81 Düsseldorf 2   39:25 (21:8)                           31.10.2021

Tabellenführung verteidigt!

 

Erster gegen Zweiter hieß die Paarung am Sonntagnachmittag in Monheim. Beide Mannschaften waren bis zu diesem Tag Verlustpunktfrei und ganze 2 Tore trennten uns. Uns war klar, dass das wieder eine Herausforderung würde, dementsprechend hatten wir uns vorbereitet.

 

Hochkonzentriert und fokussiert gingen wir in dieses Spiel und das bekam Düsseldorf auch von der 1. Minute an zu spüren, unsere Abwehr, ein einziges Bollwerk, fast immer Überzahl auf der Ballseite und somit kaum Raum um durchzubrechen und wenn doch, war unser gut aufgelegter Marcelo zur Stelle.

 

Nach 6 Minuten beim Stande von 6:2 nahmen die Gäste ihre 1. Auszeit um nachzubessern, aber näher als 3 Tore ließen wir sie nicht ran. Ab der 18. Minute kam unser Express dann so langsam ins rollen, Tor um Tor setzten wir uns ab, in dieser Phase hatte der Gast nichts dagegen zu setzen. Unsere Deckung schien unüberwindbar, von der 17. bis zu 30. Minute gelangen ihnen ganze 2 Tore, das war eine Ansage. Mit 21:8 gingen wir in die Pause.

 

Trotz mahnender Worte vom Trainer kam es wie es immer kommt, man lässt auf Grund des tollen Ergebnisses aus der 1. Hälfte die Zügel ein wenig schleifen und wenn alle 5-10 Prozent weniger geben, gewinnt man den 2. Durchgang dann nur mit einem Tor, 17 Gegentore sind auch eine Ansage. Düsseldorf hatte sich vorgenommen im 2. Durchgang zu zeigen warum sie 2. in unserer Gruppe waren.

 

Wir gerieten zwar nie in Gefahr, führten zeitweise sogar mit 17 Toren, aber unser Gegner schaffte es den Halbzeitabstand wieder herzustellen. In den letzten 4 Minuten brach dann unsere Unterzahlphase an, die bis dahin gut funktionierende Deckung mit nur 21 Gegentoren musste 4 Dinger schlucken da wir zeitweise nur noch 4 Spieler auf der Platte hatten, sehr ärgerlich, zumal auch die ein oder andere Zeitstrafe vermeidbar gewesen wäre.

 

Es besteht die Hoffnung, dass unsere Jungs aus diesem Spiel die Erkenntnis mitnehmen, dass man eben keine 5-10 Prozent nachlassen darf, denn sowas kann ganz schnell mal in Auge gehen. Auf der 1. Halbzeit lässt sich aufbauen.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass unser Neuzugang Oli P.  ;-))  einen guten Einstand feiern konnte mit 2 schönen Toren und einigen guten Anspielen, ebenso unser Abwehrspiel noch mal auf eine andere Ebene brachte.

 

Männer weiter so, es ist noch ein weiter Weg!

HSG Jahn 05 / SC West 2 - Männer 1   22:36 (11:18)                02.10.2021

Thema Chancenverwertung …

 

Am Samstag fuhren wir zur HSG Jahn 05/ SC West 2., vom Papier her eine lösbare Aufgabe, aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt.

 

Der Gastgeber zeigte sich bissig und gewillt uns das Leben schwer zu machen.

Es gelang ihnen immer wieder den großen bulligen Kreisläufer in Szene zu setzen und unsere anfängliche Schläfrigkeit tat ihr Übriges dazu. Gut 10 Minuten brauchten wir um uns darauf einzustellen, wir erarbeiteten uns die Führung.

 

Unser Umschaltspiel war noch etwas behäbig, trotzdem bekamen wir sehr gute Möglichkeiten zum Abschluss, aber eben auch nur gute Möglichkeiten, denn der sehr gut aufgelegte Torwart machte fast jede zunichte. Dieser Mann verfügte über gefühlte 8 Arme und 12 Beine, er schaffte es in die Köpfe unserer Spieler zu kommen, bekanntlich macht es das nicht besser. Es folgte eine Auszeit vom Gastgeber beim Stand von 10:12, sie nahmen einen Torwartwechsel vor. Wir schauten uns verwundert an, nutzten aber die Gelegenheit zu einer taktischen Umstellung. Jetzt lief es besser, wir schafften bis zu Pause einen 7 Tore Vorsprung herauszuarbeiten, mit 11:18 gingen wir in die Halbzeit.

 

In der Pause erfuhren wir warum der Torwart gewechselt wurde, der Gastgeber hatte jetzt 2 Wechselspieler, was auch nachvollziehbar war.

Der 2. Durchgang sollte die Kopie des 1. werden, Jahn West wehrte sich nach Kräften. Relativ schnell stellte sich heraus, dass es sich bei dem neuen Torwart um einen Kollegen aus der Fußball Zunft handelte, was unseren Werfern die Sache nicht einfacher machen sollte. Er machte seinen Job richtig gut, wenn er auch des Öfteren auf der Flucht erschossen wurde.

 

Das Spiel plätscherte so dahin, wir bauten den Vorsprung zwar immer weiter aus, spielerisch war das an diesem Abend aber nicht das Gelbe vom Ei. Ein ums andere Mal versuchte sich unser Torwart Tim mit langen Bällen, hatte er im 1. Durchgang beim Marcel gesehen, nur mit dem Unterschied, beim Marcel kamen sie öfter an. Tim´s Bälle hingegen führten dazu, dass der gegnerische Torwart Deckung suchen musste, man kann sagen, das Krafttraining zeigte Wirkung. Unser Mentalitätsmonster unterstrich wieder einmal zu welchen Leistungen er fähig ist, 4 hundertprozentige, frei vor im auftauchend, pulverisierte er.

Dieses Kunststück gelang aber im 1. Durchgang auch dem Marcel, er schaffte es aber die langen Dinger an den Adressaten zu bringen.

 

Somit gingen beide Halbzeiten mit 18:11 aus, Spiel und Ergebnis eine Kopie der ersten 30 Minuten - Endstand 36:22.

 

Der nächste Gegner, die TG 81 Düsseldorf 2. wird wieder eine ganz andere Hausnummer, ein ganz starker Gegner die über ein fast identisches Tor-, und Punkteverhältnis verfügen. Dieser marginale Unterschied zeugt von einem absoluten Spitzenspiel, in dem es gilt alle Kräfte zu bündeln.

Männer 1 - TuS Lintorf 3   38:28 (15:15)                                  26.09.2021

Gekämpft bis zum Umfallen!

 

Sonntag 17.00 Heimspiel Monheim gegen den TUS Lintorf 3., Aufstiegsaspirant, und das bekamen wir zu spüren, in jeder Hinsicht.

 

Ganze 3 Spieler waren noch aus dem ersten Spiel übriggeblieben, man hatte auf Grund der Aufstiegssituation etwas aufgerüstet, gefühlt 3-5 an der Zahl wurden wo auch immer hergeholt, sicherlich keine Leute die zum Stamm der 1. und 2. gehören, aber auf Grund der vielen Spieler über die Lintorf verfügt, sind da immer Leute die unten aushelfen können.

 

Die Größen-, und Gewichtsunterschiede bei einigen waren mehr als deutlich, es konnte einem angst und bange werden und so legten sie auch los. Schnell lagen wir 3:1, 4:2 und 5:3 zurück, gegen diese Wurfgewalt fanden wir zuerst kein richtiges Mittel, also mussten wir den ersten Gegenspieler in Manndeckung nehmen. Aber auch das brachte nicht die Wende, der zweite Spieler wurde Manndeckung genommen, jetzt lief es besser.

 

Wir glichen aus, gingen sogar kurzfristig in Führung aber die Gäste fanden immer wieder Lücken. Das Spiel wogte hin und her, mehr als 2 Tore Vorsprung waren nicht drin, dies galt für beide Teams.

 

Unsere Jungs fighteten wie die Löwen, die teilweise bis zu 30 Kilo mehr an Gewicht machten uns das Leben schwer, wir schafften es auch nicht -auf Grund der großen Erfahrung dieser Spieler- Bälle abzufangen um unsere Schnelligkeit auszuspielen, da waren sie zu clever.

 

Tempo ging nur über die schnelle Mitte oder wenn unser Tim Bälle halten konnte, was auch einige Male der Fall war, immer dann gelang es uns durchzubrechen.

Im gebundenen Spiel brauchten wir viel Geduld um über das Abräumen Spieler freizubekommen, der Innenblock der Gäste fühlte sich an wie eine Staudamm-mauer, kaum zu überwinden. Einzig Dennis gelang es mit verdeckten Hüftwürfen den Torwart ein ums andere Mal zu überraschen.

 

Erfolg hatten wir über unsere Außen die freigespielt werden konnten, sie machten Tore gefühlt von der Torauslinie. Fünf Minuten vor der Halbzeit lagen wir wieder mit 2 zurück, denkbar ungünstig kurz vor der Pause. Gott sei Dank nahm der Gast eine Auszeit, so konnten wir uns besprechen. Wir stellten auf eine 3:2:1 Deckung um, damit hatte Lintorf nicht gerechnet, wir eroberten Bälle und gingen mit 15:15 in die Halbzeit.

 

Der Matchplan hatte sich nicht geändert, es galt nach wie vor sie müde zu laufen, bei dem ein oder anderen hatte man auch schon die ersten Abnutzungser-scheinungen feststellen können. Aber dafür brauchten wir weiterhin Geduld.

Wir erwischten einen Traumstart in die 2. Hälfte Sieben Minuten lang gelang den Gästen kein Tor, wir hingegen machten fünf. Das sorgte erstmal für ein wenig Ruhe. Wir stellten wieder auf 3:2:1 um, zogen sogar auf 6 davon. Aber die Gäste  ließen nicht locker, bäumten sich nochmal auf und kamen wieder auf drei Tore  ran.

 

Die hohe Laufarbeit zollte ihren Tribut. Ab der 47. Minute war es dann soweit, die Gegenwehr ließ immer mehr nach. Tor um Tor setzten wir uns ab, eine Tempowelle nach der anderen rollte auf ihr Tor zu, die Köpfe neigten sich immer mehr, dann endlich ergaben sie sich ihrem Schicksal.

 

Endstand 38:28, ein tolles Handballspiel, was alles zu bieten hatte, Kampf, Dramatik, tolle Tore von beiden Seiten, aber das bessere Ende für uns. Unsere Mannschaft hat wieder einmal gezeigt mit welcher Moral sie in solche Spiele geht und alle bereit sind alles zu geben.

 

Ganz großer Sport Männer!

TSV Norf - Männer 1    18:30 (10:14)                                        19.09.2021

Aller Anfang ist schwer ….

 

Das 1. Saisonspiel nach der langen Corona Pause war wie zu erwarten extrem schwierig und der Start ist immer etwas Besonderes, da man nie weiß wo man steht.

 

Zudem machten uns noch Verletzungssorgen Probleme, 3 Langzeitverletzte sowie 4 angeschlagene Spieler -die eigentlich als moralische Unterstützung auf der Bank dienen sollten- mussten kurzfristig eingesetzt werden um dieses Spiel zu gewinnen.

 

Das Ergebnis spiegelt den eigentlichen Spielverlauf überhaupt nicht wieder, Norf hatte sich in eigener Halle richtig gut verkauft und uns das Leben sehr schwergemacht.

 

Wir kamen überhaupt nicht in Tritt, Fehlpässe am laufenden Band, immer wieder unsinnige Einzelaktionen, Fehlwürfe in ungewohnter Form, und in der ersten Viertelstunde fand unsere Deckung nur mäßig statt. Eine Auszeit sollte ein wenig Besserung bringen, aber entscheidend absetzen konnten wir uns nicht. Die Ausfälle sowie die angeschlagenen wichtigen Stützen konnte nicht so einfach kompensiert werden.

 

Norf ist eigentlich unser Lieblingsgegner, aber dieses Mal hatten sie sich was vorgenommen und das bekamen wir zu spüren. In die Halbzeit gingen wir mit einem 4 Tore Vorsprung und der war, dem Spielverlauf nach, schmeichelhaft.

 

Die Halbzeitansprache sollte auch nicht die große Wende bringen, es blieb eng, wir warfen die ersten 8 Minuten kein Tor und Norf kam auf 2 ran, jetzt kam auch noch Nervosität dazu. Ihr Torhüter brachte uns schier an den Rand der Verzweiflung, Kopfschütteln, Schulterzucken und Lamentieren bestimmten das Geschehen.

 

Es mussten die Angeschlagenen ran, wir zogen auf 4 davon, die Hausherren ließen sich aber nicht abschütteln, die 2 Auszeit diente ausschließlich zur Beruhigung, denn man spürte die Unsicherheit bei jedem Einzelnen.

10 Minuten vor Schluss hatte Norf sogar die Chance auf 2 ranzukommen, der Pfosten aber rettete, und unser Torwart hatte zu diesem Zeitpunkt schon 6 Hundertprozentige zu Nichte gemacht.

 

Unser Gastgeber hatte sehr viel investiert, war viel gelaufen und das sollte uns zu Gute kommen, die Kräfte schwanden, die Abspielfehler sowie Fehlwürfe häuften sich, und ab der 52. Minute konnten wir uns endlich beruhigend absetzen, am Ende stand es 30:18, ein richtiger Arbeitssieg, der uns mental alles abverlangt hat.

 

Nächste Woche wartet ein ganz anderes Kaliber auf uns, mit dem TUS Lintorf haben wir einen Aufstiegsaspiranten zu Gast. Das ist eines der ganz dicken Bretter welches es zu bohren gilt.

 

Wir gehen davon aus, dass sich unsere Verletztenliste bis dahin etwas gelichtet hat.

03.10.2020

TuS Lintorf III - Männer 1      24:30 (15:16)

 

Lintorf hat das Glück über 2 Mannschaften in der Verbandsliga, in 2 verschiedenen Gruppen, zu verfügen, und da die beiden Kader mit durchschnittlich 19 Spielern besetzt sind, hat die 3. immer die Möglichkeit Verstärkung von oben zu bekommen, so geschehen am Samstag. Das ist legitim und damit galt es umzugehen.

Lintorf als Tabellenzweiter, begann wie die Feuerwehr, im Null Komma nix lagen wir zurück. Zu allem Überfluss verletzte sich unser Torschützenkönig der letzten Saison in der 2. Minute schwer, er bekam einen Schlag auf die Lippe, was zu einem 2 cm tiefen senkrecht verlaufenden Cut führte, sah schon besorgniserregend aus, wurde dann auch mit 6 Stichen genäht. Den Schock konnte man buchstäblich in den Gesichtern unserer Spieler sehen, wer verliert schon gerne seinen Kapitän? Das Aussehen der Lippe tat ihr Übriges dazu.

Es dauerte auch gut eine viertel Stunde bis wir uns wieder gefangen hatten, Lintorf war zu diesem Zeitpunkt aber schon auf 3 Tore davongezogen. Auf unser schnelles Umschaltspiel hatte man sich gut eingestellt, die wenigen Chancen die wir bekamen machte ihr sehr gut aufgelegter Torwart zunichte, oder wir machten einen Materialtest des gegnerischen Pfostens oder der Latte.

Eine große Stärke unserer Mannschaft ist der Teamspirit, sie geben nie auf, und da der Kader ausgeglichen besetzt ist, konnten wir dann den Verlust unseres Kapitäns über das Kollektiv wettmachen. Tor um Tor arbeiteten wir uns ran, in der 24. Minute war es dann soweit, wir glichen aus und gingen sogar mit 16:15 in die Pause.
 

Ein paar taktische Dinge veränderten wir und es war uns klar, dass wir dieses Spiel nur über die Abwehr gewinnen können, da es mal wieder einer dieser Tage war wo das gegnerische Tor wie vernagelt schien.
 

Wir starteten nach unserer Zeitstrafe mit einer anfänglich offensiveren Deckung indem wir den stärksten Mann in Sonderbewachung nahmen, und nach und nach anfingen vor der 9 Meterlinie zu verteidigen. Dies führte zu häufigeren Ballverlusten welche wir aber nicht in Tore ummünzen konnten, wie gesagt, entweder der starke Torwart oder der Materialtest standen im Vordergrund.

Wir schafften es nicht uns richtig abzusetzen, hielten aber immer einen 2-3 Tore Vorsprung.
 

So langsam machte sich die zusätzliche Laufarbeit, auf Grund unserer offensiveren Deckung, beim Gegner bemerkbar, sie produzierten immer mehr Fehlpässe und 10 Minuten vor Schluss zogen wir endlich auf 5 weg. Lintorf tat sich jetzt richtig schwer, sie versuchten alles, aber die Kräfte schwanden immer mehr und wir erhöhten sogar auf 7.
 

In den letzten 5 Minuten rückte dann wieder der Materialtest, sowie der Torwart, in den Vordergrund und wir gewannen mit 30:24.
 

Die Einstellung, dieses Spiel in der Abwehr gewinnen zu wollen und ein sehr gut aufgelegter Tim im Tor, waren die Garanten für den Sieg. Das verstärkte Abwehrtraining zahlt sich langsam aus, sehr erfreulich ist auch, dass unser Rechtsaußen Hendrik, mit nur einem Training im Innenblock, eine sehr gute Partie abgeliefert hat. Wenn er jetzt noch seine 5 Hunderter versenkt hätte ;-))?


Aufstellung:
Tor: Tim Feuser, Marcel Loth

Feld: Schmeer, Dennis (10/1), Jöbstl, Niklas (5), Vetters, Henrik (4), Jöbstl, Tom (3), Abels, Kai (3), Fiorentino, Daniel (2), Andrae Marcel, (1), Harnischmacher, Daniel (1), Terbuyken, Gerhard (1), Gebhardt, Michéle, Andres Eike, Pußar, Markus (ab 2. Minute verletzt)

aktuelle Ergebnisse

TG 81 Düsseldorf - Männer 1 37:27
TG 81 Düsseldorf 3 - Männer 2 17:23
Frauen - TSV Norf 18:19
       

Die Handballabteilung wird unterstützt von

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